Vor dir die Obere Brücke, unter dir rauscht der linke Regnitzarm, und mitten im Wasser steht ein Rathaus, das dort eigentlich nichts zu suchen hat. Smartphone in der Hand, deine Leute um dich herum – so beginnt eine Schnitzeljagd Bamberg: ohne Reiseleiterin, ohne Schirmchen, dafür mit dir als Spürnase. Sieh dir die bemalte Fassade des Alten Rathauses genauer an. Einer der gemalten Putten streckt ein Bein aus der Wand, und zwar ein echtes, plastisch herausgearbeitetes. Wer eilig vorbeigeht, merkt nie, dass die Wand ihn gerade veräppelt hat. Genau so tickt diese Stadt. Bamberg legt seine Pointen nicht aus, es versteckt sie – im Türsturz, im Straßennamen, in einer Steinfigur, die seit rund achthundert Jahren niemand sicher benennen kann. Ihr lauft los, folgt einem Pfeil auf dem Display und entscheidet an jeder Gabelung selbst. Wer nach rechts abbiegt, landet bei einer Fischersiedlung mit Holzbalkonen. Wer nach links geht, steht vor einem Dom mit vier Türmen. Falsch ist beides nicht.
Ihr ladet die myCityHunt App aufs eigene Smartphone, löst euer Ticket ein und öffnet die Lobby. Einer aus der Runde scannt den QR-Code, damit hängen alle in derselben Gruppe. Dann sucht sich jeder eine von 54 Rollen aus: Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Athlet bekommt Aufgaben, bei denen man sich bewegt. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit – Absprache vorher zahlt sich also aus. Unterwegs liegen zwölf Stationen auf 3,7 Kilometern durch Berg- und Inselstadt. Das GPS zeigt die Richtung, den Weg dorthin sucht ihr euch selbst, und in Bamberg heißt das ziemlich oft: Treppe oder Umweg. Jede Wissensfrage hat vier Antwortmöglichkeiten; wenn ihr feststeckt, liegen zwei gestaffelte Hinweise bereit, freiwillig und gegen Punkte. Gestartet wird, wann es euch passt, pausiert wird, wo es euch gefällt. Wer die meisten Punkte sammelt, steht am Ende oben. Und wer nur einen schönen Nachmittag in der Altstadt wollte, hat ihn ohnehin.
Was eine Stadtrallye Bamberg von der in anderen Städten unterscheidet, spürt ihr zuerst in den Waden. Oben die Bergstadt mit Domplatz, Kloster und Fürstbischöfen, unten die Inselstadt der Bürger, Händler und Fischer, dazwischen Wasser und Treppen. Diese Reibung zwischen Kirchenmacht und Bürgerstolz habt ihr den ganzen Weg über vor Augen, und sie erklärt, warum hier Häuser an Stellen stehen, an die kein vernünftiger Mensch gebaut hätte.
Ihr tretet vom hellen Domplatz in die Kühle des Bamberger Doms, und es dauert einen Moment, bis die Augen die Figuren an den Pfeilern finden. Eine davon ist der Bamberger Reiter, ein Reiterstandbild aus Sandstein aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, aufgestellt vermutlich noch vor der Domweihe von 1237. Wer der Mann ist, weiß bis heute niemand: kein Name, keine Inschrift, kein Beleg, nur Theorien. Ein paar Schritte weiter liegt Papst Clemens II. in einem Marmorsarkophag – das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen. Er war Bischof von Bamberg, blieb es auch als Papst und ließ sich zurück zu seiner ersten Kirche bringen. Und am Kaisergrab von Heinrich II. und Kunigunde arbeitete Tilman Riemenschneider ab 1499 vierzehn Jahre lang.
Zurück am Wasser legt ihr unwillkürlich den Kopf schief. Das Alte Rathaus sitzt auf einer künstlichen Insel mitten in der Regnitz, 1387 erstmals erwähnt und zwischen 1461 und 1467 neu gebaut. Der Legende nach rückte der Bischof den Bürgern kein Bauland heraus – also rammten sie Pfähle in den Fluss und schufen sich ihren Grund einfach selbst. Vorn klebt das Fachwerk des Rottmeisterhäuschens an der barocken Malerei, als hätte jemand zwei Jahrhunderte aneinandergeschoben.
Dazu kommen die Terrassen des Benediktinerklosters Michelsberg hoch über den Dächern und die Neue Residenz am Domplatz, in deren Innenhof rund 4.500 Rosen in etwa fünfzig Sorten stehen. Das Dazwischen – Gassen, Brücken, Biergärten – gehört euch.
Unter dem Gewölbe der Klosterkirche St. Michael auf dem Michelsberg breitet sich ein gemalter Garten aus: rund 580 Pflanzen, 1617 von vier Malern vollendet. Zwischen Apfel, Birne und Brombeere haben sie Ananas, Baumwolle, Granatapfel und Tabak untergebracht – Gewächse, die damals kaum ein Bamberger je gesehen hatte. Die Einheimischen nennen die Decke deshalb bis heute Himmelsgarten.
Rund ein Dutzend Brauereien im Stadtgebiet, dazu ein Rauchbier, das man beim ersten Schluck für einen Irrtum hält und beim dritten nachbestellt – das stimmt alles. Die überraschenderen Geschichten liegen aber daneben.
1946 kamen Musiker in die Stadt, die alles verloren hatten. Der Kern des Deutschen Philharmonischen Orchesters Prag war nach dem Krieg vertrieben worden; in Bamberg fanden die Leute wieder zusammen und gaben am 20. März 1946 ihr erstes Konzert, damals noch als Bamberger Tonkünstlerorchester. Daraus wurden die Bamberger Symphoniker – ein Orchester von Weltrang, entstanden aus einer Fluchtgeschichte.
Rund 140 Jahre früher zog ein Mann hierher, der als Kapellmeister ans Theater kam und als Schriftsteller wieder ging: E. T. A. Hoffmann, ab 1808 fünf Jahre in Bamberg, zuletzt in den obersten Stockwerken eines schmalen Hauses am heutigen Schillerplatz, schräg gegenüber der Bühne. Wer die Fassade heute sieht, ahnt, wie eng die Gedanken damals gewohnt haben müssen.
Und dann die Gärtnerstadt: ein ganzes Viertel, in dem seit Jahrhunderten mitten in der Stadt Gemüse wächst. Bamberg war jahrhundertelang das bedeutendste Süßholz-Anbaugebiet Deutschlands, schriftlich belegt seit dem 16. Jahrhundert. Genau dieses Dreigespann – Bergstadt, Inselstadt, Gärtnerstadt – brachte der Altstadt 1993 den Welterbetitel der UNESCO ein. Klassische Stadtführungen Bamberg erzählen davon in neunzig geführten Minuten; ihr lauft stattdessen selbst hin und behaltet, was euch auffällt.
Beim Junggesellenabschied ist die kurze Strecke ein Geschenk: 3,7 Kilometer, und danach steht ihr fußläufig an der Sandstraße, wo eine Wirtschaft neben der nächsten liegt. Wer einen Geburtstag für Erwachsene plant und weder Restaurantrunde noch Kegelbahn will, bekommt hier ein Programm, bei dem alle miteinander reden statt nebeneinander zu sitzen. Beim Teambuilding sortiert sich eine Gruppe von selbst: Der Stille wird zum Navigator, die Lauteste übernimmt die Fotoaufgaben, und spätestens auf der Oberen Brücke lacht jemand über die eigene Firma. Familien kommt zugute, dass Bamberg kompakt gebaut ist – Kinder halten die Distanz locker durch, und die Fischerhäuser von Klein-Venedig mit ihren langen Holzbalkonen, an denen früher die Netze trockneten, ziehen mehr Blicke auf sich als jede Erklärtafel. Und wer nur ein Wochenende hier verbringt, nutzt dieses Stadtspiel Bamberg als ersten Orientierungsgang: Ihr habt die Altstadt einmal quer durchmessen, wisst, welche Treppen hoch zum Dom führen, und findet abends ohne App zurück ins Viertel eurer Wahl. Mehr als die App auf einem Smartphone in der Gruppe braucht ihr für diese digitale Schnitzeljagd Bamberg nicht.
Eine gebackene, mit Hackfleisch gefüllte Zwiebel in Rauchbiersoße – im Schlenkerla in der Dominikanerstraße gehört sie zum festen Programm. Kurios daran: Das Gericht ist gar nicht alt. Es entstand in den 1960er-Jahren als Wettbewerbsbeitrag, der Bambergs Gärtnerkultur mit seiner Bierkultur verbinden sollte. Das Rauchbier dazu braut die Familie Trum in sechster Generation.
Am Ende steht ihr wieder am Wasser, und das Rathaus mitten im Fluss sieht anders aus als am Vormittag – nicht, weil sich etwas verändert hätte, sondern weil ihr jetzt wisst, warum es dort steht. Bamberg versteckt seine Pointen, aber es rückt sie heraus, sobald jemand hinsieht: das Bein aus der bemalten Wand, die vier Türme über dem Domplatz, der Reiter ohne Namen. Ladet die App, sammelt eure Leute vor der Tourist-Information ein, lauft los. Die Fotos des Tages landen danach in eurer privaten Galerie, die Punkte im Highscore – und die Geschichten habt ihr euch selbst erlaufen. Eine Schnitzeljagd Bamberg endet dort, wo die Stadt anfängt, euch bekannt vorzukommen.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Bamberg ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Bamberg haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Bamberg machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet an der Tourist-Information und führt als Rundweg über rund 3,7 Kilometer durch die Altstadt, vorbei am Alten Rathaus und hinauf zum Domberg mit Dom, Neuer Residenz und Alter Hofhaltung. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Die Altstadt ist kompakt und weitgehend autofrei, Tempo und Pausen bestimmt die Gruppe selbst.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa drei Stunden, die Strecke misst rund 3,7 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab 16.99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.