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St. Peter und Paul
Großostheim

St. Peter und Paul Großostheim

St. Peter und Paul

Die Pfarrkirche, die Einheimischen als St. Peter und Paul bekannt ist, ist ein beeindruckendes Wahrzeichen im Herzen von Großostheim in Bayern. Dieses architektonische Juwel thront stolz auf dem Marktplatz der Stadt und zieht Besucher mit seiner reichen Geschichte und dem bemerkenswerten Design an, das sich über mehrere Jahrhunderte erstreckt. Schon beim Näherkommen fällt die imposante Struktur der Kirche ins Auge und gibt einen Einblick in die vielfältigen Architekturstile, die ihren Bau im Laufe der Zeit beeinflusst haben.

Die Geschichte der Pfarrkirche

Die Geschichte der Pfarrkirche ist ebenso komplex wie faszinierend und reicht bis in das frühe Mittelalter zurück. Die ursprüngliche Kirche, die bereits 828 erwähnt wurde, ist längst verschwunden und hinterließ nur historische Aufzeichnungen ihrer Existenz. Das heutige Bauwerk begann im mittleren 13. Jahrhundert als einschiffige Wehrkirche im Übergangsstil zwischen Romanik und Gotik. Im Laufe der Jahrhunderte hat sie sich erheblich verändert und spiegelt die sich wandelnden architektonischen Vorlieben und die Entwicklung der Stadt wider.

In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts erfuhr die Kirche eine bedeutende Umgestaltung und wurde zu einer dreischiffigen Basilika im spätgotischen Stil erweitert. In dieser Zeit wurde auch eine Sakristei hinzugefügt. Das 18. Jahrhundert brachte eine weitere Welle von Veränderungen, als die Kirche erhöht und mit barocken Elementen verziert wurde, was ihrer ohnehin schon reichen Geschichte eine opulente Schicht hinzufügte.

Architektonische Höhepunkte

Besucher der Pfarrkirche sind oft von ihrer stilistischen Vielfalt beeindruckt, die ein Zeugnis ihrer langen und abwechslungsreichen Geschichte ist. Die Außenfassade der Kirche zeigt eine Mischung aus romanischen, gotischen und barocken Elementen. Besonders auffällig ist die Westfront mit ihrem massiven romanischen Turm, der kleine Lanzettfenster und doppelte Bogenfenster mit Mittelsäulen aufweist. Der barocke Einfluss zeigt sich im spitzen Turmhelm und dem verzierten Portal, das von Säulen flankiert und mit dem Wappen des Mainzer Fürstbischofs Emmerich Joseph von Breidbach-Bürresheim gekrönt ist.

Der spätgotische Stil ist besonders in den Spitzbogenfenstern der Seitenschiffe zu sehen, die ursprünglich mit Maßwerk verziert waren. Dieses wurde im 18. Jahrhundert entfernt, um mehr Licht in das Innere zu lassen, was den Prinzipien des Barock entsprach. Der frühgotische Chor, aus rotem Sandstein gefertigt, weist ein aufwendiges Maßwerkfenster auf, das im 15. Jahrhundert hinzugefügt wurde, sowie einen spitzen Giebel mit einem Spitzbogenfries.

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Das Innere erleben

Beim Betreten der Pfarrkirche werden Besucher von einer harmonischen Mischung aus architektonischen Stilen begrüßt. Das Kirchenschiff ist in drei Zonen unterteilt: spitzbogige gotische Bögen, eine lichtdurchflutete barocke Empore und ein Obergaden. Die Seitenschiffe besitzen spätgotische Kreuzrippen- und Netzgewölbe, die mit figürlichen Schlusssteinen verziert sind. Im Jahr 1962 wurden spätgotische Fresken entdeckt, die Passionsszenen und die vier Evangelisten zeigen, was den historischen Reiz der Kirche weiter verstärkt.

Das Innere wird von einem barocken Deckengewölbe dominiert, das mit großen Fresken des Aschaffenburger Malers Jakob Conrad Bechtold geschmückt ist. Diese Fresken zeigen Szenen aus den Leben der Heiligen Peter und Paul, darunter die Kreuzigung des Peter und die Enthauptung des Paul. Das Fresko der Mariä Himmelfahrt, gemalt von Adalbert Hock im Jahr 1909, ziert den spitzen Triumphbogen, der zum Chor führt.

Das Meisterwerk von Riemenschneider

Das wohl bedeutendste Kunstwerk in der Pfarrkirche ist die Beweinung Christi von Tilman Riemenschneider. Diese exquisite Skulpturengruppe aus Lindenholz, die sich am östlichen Ende des nördlichen Seitenschiffs befindet, stammt aus den Jahren 1509-1515. Sie zeigt eine ergreifende Szene mit Maria, die den Leichnam Christi hält, umgeben von Figuren wie Joseph von Arimathäa, Nikodemus und Maria Magdalena. Die Einbeziehung einer geheimnisvollen Figur mit zwei Nägeln in der Hand fügt der Komposition ein interessantes Element hinzu, wobei einige Gelehrte vermuten, dass es sich um ein Selbstporträt Riemenschneiders handeln könnte.

Weitere Schätze entdecken

Die Pfarrkirche beherbergt eine Fülle weiterer künstlerischer und historischer Schätze. Im nördlichen Seitenschiff befinden sich spätgotische Heiligenstatuen, darunter Jakobus, Barbara und Katharina, die einst zu einem mittlerweile verlorenen Jakobusaltar gehörten. Die Statuen von Peter und Paul an der Eingangswand werden der Werkstatt Riemenschneiders zugeschrieben und spiegeln die stilistische Sprache der Zeit wider.

Im südlichen Seitenschiff zeigt ein spätgotischer Flügelaltar aus der Zeit um 1480/90 Szenen von Maria mit Kind und der Verkündigung. Ursprünglich aus dem Frauhäuschen, einer der Kapellen Großostheims, stammend, fügt dieser Altar der Kirche eine weitere historische Tiefe hinzu. Das Sakramentshaus und das Taufbecken im Renaissancestil bereichern das Innere der Kirche zusätzlich.

Die Glocken und darüber hinaus

Im Kirchturm befindet sich ein vierstimmiges Geläut, dessen älteste Glocke aus dem 14. Jahrhundert stammt und einen melodischen Hinweis auf die langjährige Präsenz der Kirche in der Gemeinschaft gibt. Die anderen drei Glocken wurden 1953 gegossen und setzen die Tradition fort, die Gläubigen zum Gottesdienst zu rufen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Pfarrkirche in Großostheim nicht nur ein Ort der Anbetung ist, sondern ein lebendiges Museum der architektonischen und künstlerischen Entwicklung. Ihre Wände erzählen Geschichten der Vergangenheit und laden Besucher ein, das reiche Geflecht aus Geschichte und Kunst zu erkunden und zu schätzen, das sie verkörpert. Ob ihr Kunstliebhaber, Geschichtsinteressierte oder neugierige Reisende seid, die Pfarrkirche bietet ein tief bereicherndes Erlebnis, das sicherlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen wird.

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