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Fort Hays

Fort Hays Hays

Fort Hays

Das Fort Hays, gelegen in der Nähe der modernen Stadt Hays in Kansas, ist ein historisches Kleinod, das Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Vergangenheit bietet. Errichtet in einer turbulenten Zeit der amerikanischen Geschichte, spielte dieser Ort eine entscheidende Rolle in den Indianerkriegen und der westlichen Expansion der Vereinigten Staaten. Heute steht es als Denkmal für die Widerstandskraft und Entschlossenheit derjenigen, die an der Grenze lebten und arbeiteten.

Die Ursprünge von Fort Hays

Ursprünglich als Fort Fletcher bekannt, wurde das Fort am 11. Oktober 1865 gegründet, um die Butterfield Overland Despatch Postkutschen und Frachtwagen auf dem Smoky Hill Trail vor Angriffen der Cheyenne und Arapaho Stämme zu schützen. Benannt nach dem damaligen Gouverneur von Missouri, Thomas C. Fletcher, lag das Fort strategisch günstig in der Nähe des Zusammenflusses von Big Creek und dem North Fork of Big Creek im Westen von Kansas. Trotz der militärischen Präsenz setzten die Überfälle fort, was zur vorübergehenden Schließung des Forts im Mai 1866 führte.

Doch der Bedarf an Schutz entlang der sich ausbreitenden Union Pacific Eastern Division Eisenbahn führte zur Wiedereröffnung des Forts am 11. Oktober 1866 an einem neuen Standort etwas weiter nördlich. In Fort Hays umbenannt, zu Ehren des im Bürgerkrieg in der Schlacht in der Wilderness gefallenen Brigadegenerals Alexander Hays, stand das Fort vor zahlreichen Herausforderungen, darunter eine verheerende Flut im Juni 1867, die es beinahe zerstörte.

Umsiedlung und Erweiterung

Aufgrund der Flut und der Notwendigkeit, näher an der Eisenbahn zu sein, wurde das Fort 15 Meilen nordwestlich an seinen endgültigen Standort in der Nähe des Eisenbahnübergangs am Big Creek verlegt. Diese Verlagerung zog Siedler an und führte zur Gründung der nahegelegenen Gemeinden Rome und Hays City. Das Fortsreservat erstreckte sich über ein dreieckiges Gebiet von etwa 7.500 Acres und umfasste in seiner Blütezeit etwa 45 Gebäude.

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Das Leben im Fort

Fort Hays war keine traditionelle Befestigungsanlage mit Mauern und Wehrgängen; es ähnelte eher einer Grenzsiedlung mit einem Blockhaus als einziger Verteidigungsstruktur. Es diente als Basis für Vorräte und Truppen, die in gefährdete Gebiete entsandt wurden, um diese während der Konflikte mit den Plains-Indianern zu schützen. Das Fort wurde zu einer Schlüsselinstallation während der Indianerkriege und diente als Operationsbasis für Generalmajor Philip Sheridan und das 7. Kavallerieregiment unter dem Kommando von Oberstleutnant George Custer.

Bekannte Persönlichkeiten wie Buffalo Bill Cody und Wild Bill Hickok dienten in dieser Zeit als Kundschafter in Fort Hays. Das Fort beherbergte auch Einheiten des 10. Kavallerieregiments, bekannt als die Buffalo Soldiers, und des 38. Infanterieregiments. Die Geschichte des Forts ist geprägt von einer Choleraepidemie im Jahr 1867, die das Leben von Elizabeth Polly, einer Krankenhausmatrone, forderte, die als die Blue Light Lady zur lokalen Legende wurde.

Das Fort Hays State Historic Site

Nach seiner Schließung im Jahr 1889 durchlief der Standort von Fort Hays mehrere Transformationen. Im Jahr 1900 spendete der US-Kongress das Reservat an den Staat Kansas zur Nutzung als landwirtschaftliche Versuchsstation und als Zweigstelle der Kansas State Normal School, die schließlich zur Fort Hays State University wurde. Die meisten Gebäude des Forts wurden 1902 versteigert oder als Schrott verkauft, aber was übrig blieb, wurde 1929 als Frontier Historical Park wiedereröffnet.

Heute wird das Fort Hays State Historic Site von der Kansas Historical Society betrieben, die ein Besucherzentrum, den Exerzierplatz des Forts und vier Originalgebäude umfasst: das Blockhaus, das Wachhaus und zwei Offiziersquartiere. Das 1867 erbaute Blockhaus und das 1872 errichtete Wachhaus beherbergen Ausstellungen zur Geschichte und zum Bau des Forts. Die restaurierten Offiziersquartiere sind mit Möbeln aus den 1860er bis 1880er Jahren ausgestattet und bieten einen Einblick in das Leben der damaligen Bewohner des Forts.

Erkundung des historischen Geländes

Besucher des Fort Hays State Historic Site können in die reiche Geschichte der amerikanischen Grenze eintauchen. Das 1967 erbaute Besucherzentrum bietet Ausstellungen zu den Konflikten zwischen den USA und den Plains-Indianern sowie Artefakte aus dieser Zeit. Das Gelände umfasst auch Gedenkausstellungen, die die Zivilisten repräsentieren, die im Fort lebten und arbeiteten, sowie die Standorte der ursprünglichen Gebäude des Postens.

Bekannte Persönlichkeiten und Ereignisse

Fort Hays ist mit mehreren bekannten Persönlichkeiten verbunden, darunter Major George A. Armes, Brigadegeneral Louis H. Carpenter und Generaloberstabsarzt George M. Sternberg. Es spielte auch eine Rolle in der Popkultur und diente als Kulisse für Filme wie The Plainsman (1936) und Der mit dem Wolf tanzt (1990).

Abschließend lässt sich sagen, dass Fort Hays nicht nur ein historischer Ort ist, sondern ein lebendiges Denkmal für den Mut und die Ausdauer derjenigen, die die amerikanische Grenze prägten. Seine gut erhaltenen Gebäude und informativen Ausstellungen bieten eine fesselnde Reise durch eine entscheidende Ära der US-Geschichte und machen es zu einem unverzichtbaren Ziel für Geschichtsinteressierte und Gelegenheitstouristen gleichermaßen.

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