Vor euch liegt der Friedrich-Ebert-Platz, dahinter steht das Rathaus in rotem Ziegel, und an der Frontfassade halten steinerne Löwen Wache, als hätten sie seit 1912 nichts Aufregenderes gesehen. Ihr habt das Smartphone in der Hand, eure Leute stehen um euch herum, die erste Aufgabe wartet schon auf dem Display. So beginnt eine Schnitzeljagd Herne: ohne Reiseleitung, ohne Schirmchen in der Luft, dafür mit euch als Spürnasen. Diese Stadt trägt ihre Geschichte selten offen zur Schau. Sie hat sie gestapelt, überbaut und an einer Stelle sogar buchstäblich vergraben — ein paar Hundert Meter weiter südöstlich liegt das größte Museum der Stadt fast vollständig unter der Erde. Wer hier durch die Innenstadt läuft und nur auf Schaufenster achtet, geht an fast allem vorbei. Wer den Kopf hebt, sieht Türme, Giebel, Jahreszahlen im Sandstein. Die Fragen dazu liefert euch die App, das Zusammenreimen bleibt eure Sache.
Ihr ladet die myCityHunt-App auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Ein Gerät scannt den QR-Code, und schon seid ihr eine Gruppe. Dann wählt jeder eine Rolle, und die Auswahl ist groß: Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Athlet stürzt sich auf die Aktivaufgaben. Jede der Rollen bringt eigene Bonus-Aufgaben mit. Unterwegs zeigt das GPS nur die Richtung zur nächsten Station — welche Gasse ihr nehmt, entscheidet ihr selbst. An jeder Station stehen vier Antwortmöglichkeiten zur Auswahl, und zwei gestaffelte Hinweise liegen bereit, falls es klemmt; sie kosten Punkte. Mehr Ausrüstung als ein geladenes Handy braucht eine Schnitzeljagd Herne nicht. Elf Aufgaben auf rund 6,6 Kilometern, Start wann ihr wollt, Pause wann ihr wollt. Alle Fotos landen danach in einer privaten Galerie eurer Gruppe. Wer am meisten Punkte holt, steht oben. Wer einfach ein paar entspannte Stunden wollte, hat sie sicher.
Herne hat keine Postkartensilhouette, und genau das macht die Stadt zum guten Rätselrevier. Neugotische Backsteintürme stehen neben Nachkriegszeilen, ein Verwaltungsbau im Schlossformat grenzt an eine Fußgängerzone der siebziger Jahre. Was hier zusammengehört, muss man sich zusammenlesen. Eine Stadtrallye Herne quer durch diese Mitte ist deshalb kein Abhaken von Sehenswürdigkeiten, sondern Detektivarbeit an offenen Fassaden.
Ihr steht vor einem Baukörper, der wirkt, als sei er im Boden versunken — und das trifft es fast. Der größte Teil der 6.800 Quadratmeter liegt unter der Erde, oben ragen nur der würfelförmige Eingang und die Lichthallen über die beiden größten Ausstellungsräume heraus. Seit 2003 führt hier ein Zeitstrahl durch 250.000 Jahre Menschheitsgeschichte in Westfalen; draußen wird seit 2013 in einem Grabungscamp tatsächlich gebuddelt.
Wenige Schritte weiter legt ihr unwillkürlich den Kopf in den Nacken. 57,5 Meter misst der Turm der neugotischen Backsteinkirche, die zwischen 1873 und 1875 nach Plänen von Julius Flügge und Peter Zindel entstand. Bis 1963 hieß sie schlicht Evangelische Hauptkirche. Ihre romanische Vorgängerin, die Dionysiuskirche, war der wachsenden Bergbaugemeinde zu klein geworden und musste weichen.
Dazwischen liegen das Rathaus Herne mit 42 Metern bis zur Turmspitze, die Martin-Opitz-Bibliothek und, ein Stück nordwestlich in Baukau, die Doppelturmfassade von St. Marien. Ihr streift sie alle, im eigenen Tempo — und das Dazwischen gehört euch.
Als das Rathaus im Dezember 1912 eingeweiht wurde, hatte es elektrisches Licht, Zentralheizung und einen Aufzug — für eine Stadt, die erst vier Jahre zuvor Baukau und Horsthausen eingemeindet hatte, eine Ansage. Der Ratssaal ist bis in 6,5 Meter Höhe mit Zedernholz vertäfelt, zwei Leuchter mit je hundert Lampen hängen im Saal. Seit 1985 steht der Bau unter Denkmalschutz.
Der Ortsname taucht um 880 zum ersten Mal auf, im Urbar der Benediktinerabtei Werden an der Ruhr: „haranni", Siedlung am Höhenrücken. Von Kohle war da noch fast tausend Jahre lang keine Rede.
Wusstest du zum Beispiel, dass diese Stadt ein Volksfest feiert, das älter ist als jede Zeche der Region? Die Cranger Kirmes geht auf einen Pferdemarkt des Jahres 1484 zurück. Im Emscherbruch lebten halbwilde Tiere, die sogenannten Emscherbrücher Dickköpfe, robust und weithin bekannt; am Laurentiustag trieb man sie zusammen und verkaufte sie in Crange. Aus dem Handel wurde ein Jahrmarkt und daraus das größte Volksfest Nordrhein-Westfalens mit rund vier Millionen Besuchern im Jahr.
Auch die Bibliothek an eurer Strecke erzählt von Menschen, nicht von Regalmetern. Ihre Wurzeln liegen in einer nach 1945 entstandenen Bücherei des Deutschen Ostens, die ab 1948 unter dem Dach der Stadtbücherei sammelte; 1989 wurde daraus eine Stiftung. Heute stehen dort rund 360.000 Titel, und das Archiv bewahrt Nachlässe von Menschen, die Schlesien, Ostpreußen oder Wolhynien verlassen mussten.
Im Stadtteil Sodingen wiederum überspannt seit 1999 eine gläserne Halle eine alte Zechenbrache: die Akademie Mont-Cenis, deren Dach damals eine der größten dachintegrierten Solaranlagen der Welt trug. Solche Sprünge zwischen Mittelalter, Malocherzeit und Zukunftslabor bekommt ihr bei klassischen Stadtführungen in Herne selten am Stück serviert. Auf der Schnitzeljagd Herne lauft ihr sie einfach ab.
Für einen Junggesellenabschied passt die Schnitzeljagd Herne, weil die Runde kompakt bleibt und direkt dort endet, wo der Abend weitergeht: Die Bahnhofstraße zieht sich als lange Fußgängerzone durch die Mitte und reiht Cafés, Kneipen und Restaurants aneinander. Beim Geburtstag unter Erwachsenen übernimmt die App die Regie, sodass auch das Geburtstagskind mitspielen darf statt zu moderieren. Fürs Teambuilding ist die Anreise das Argument: Der Herner Bahnhof liegt am Nordende der Einkaufsmeile, und die U35 CampusLinie bindet die Innenstadt direkt an den Bochumer Hauptbahnhof an — eine Gruppe aus zwei Städten trifft sich hier ohne Umsteigestress. Familien profitieren vom Tempo: Ihr legt Pausen ein, wann die Kinder sie brauchen, und wer nach der Tour noch Energie hat, gräbt bei einer Mitmachgrabung im Camp neben dem Archäologiemuseum weiter. Und auf einer Städtereise durchs Revier zeigt euch ein Stadtspiel Herne in wenigen Stunden mehr von der Stadt als jeder Bummel: Die digitale Schnitzeljagd Herne braucht keinen Termin und keine feste Uhrzeit, sie läuft auf eurem eigenen Handy, und wie groß eure Gruppe ist, bestimmt ihr.
Direkt vor dem Rathaus wird dienstags und freitags Wochenmarkt gehalten: Obst, Gemüse und regionale Stände, von April bis Oktober ab 7.30 Uhr, im Winterhalbjahr ab 8 Uhr, Schluss ist jeweils um 13 Uhr. Wer an einem dieser beiden Vormittage startet, bekommt Proviant, Kaffee und Marktgeplauder auf dem Weg zur ersten Station geschenkt.
Am Ende steht ihr wieder dort, wo die steinernen Löwen Wache halten: vor dem Rathaus Herne, mit vollem Punktekonto, warmen Füßen und einer Galerie voller Bilder. Die Stadt, die ihre Geschichten stapelt, überbaut und vergräbt, hat euch ein paar davon herausgerückt — 42 Meter Turmspitze über euch, 57,5 Meter Kreuzkirche ein paar Straßen weiter, 250.000 Jahre unter dem Pflaster und ein Pferdemarkt, aus dem ein Riesenrad wurde. Abgelesen habt ihr davon nichts, erlaufen alles. Also: Leute zusammentrommeln, App laden, loslaufen. Die Schnitzeljagd Herne beginnt genau dann, wann ihr es wollt.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Herne ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Herne haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Herne machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Rathaus Herne und führt als Rundweg über rund 6,6 Kilometer durch mehrere Stadtteile, vorbei an der Kreuzkirche, an St. Marien in Baukau, an der Herz-Jesu-Kirche und an St. Bonifatius. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Mit 6,6 Kilometern gehört die Runde zu den längeren; für Familien plant lieber einen halben Tag ein.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa dreieinhalb Stunden, die Strecke misst rund 6,6 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab 16.99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.