Zwei Türme, die nicht zueinanderpassen wollen: schräg gegeneinander gestellt, ungleich hoch, oben beide wie abgeschnitten. Das Münster Zur Schönen Unserer Lieben Frau fällt euch in der Altstadt als Erstes auf, und es verrät sofort, wie diese Stadt arbeitet. Sie hat vieles begonnen und wenig davon erklärt. Hinter den Backsteinfassaden zwischen Donau und Stadtwall stecken eine Universität, die es hier längst nicht mehr gibt, ein Geheimbund, der von Ingolstadt aus halb Europa beschäftigte, und ein Beschluss über Bier, den die Welt bis heute zitiert. Auf einem Schild steht davon so gut wie nichts. Eine Schnitzeljagd Ingolstadt dreht den üblichen Stadtbesuch deshalb um: Ihr lauft niemandem hinterher, der euch sagt, was ihr gerade seht, sondern entscheidet selbst, welche Ecke ihr genauer anschaut und wessen Idee in eurer Gruppe gerade die bessere ist. Elf Stationen, gut zweieinhalb Kilometer Altstadt, ein Smartphone in der Runde – mehr braucht ihr nicht, um dieser Stadt abzuluchsen, was sie nicht freiwillig herausrückt.
Ihr ladet die App myCityHunt auf euer eigenes Handy, löst das Ticket ein und öffnet die Lobby. Einer scannt den QR-Code, die anderen steigen dazu, dann verteilt ihr die Rollen – mehr als fünfzig stehen bereit. Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Athlet nimmt die Aktivaufgaben. Jede Rolle bringt Bonus-Aufgaben mit, an die sonst niemand herankommt. Das GPS weist euch die Richtung zur nächsten Station; welche Gasse ihr dorthin nehmt, bleibt euch überlassen. Vor Ort steht die Frage mit vier Antwortmöglichkeiten, und wer festhängt, holt sich einen von zwei gestaffelten Hinweisen. Sie kosten Punkte, sind aber freiwillig. Alle Fotos wandern danach in eine private Galerie, die nur eure Gruppe sieht. Losgelaufen wird, wann es euch passt, Pausen macht ihr, wo sie euch gefallen. Am Schluss sortiert der Highscore nach Punkten – die andere Rangliste führt ohnehin, wer am meisten gelacht hat.
Ingolstadt besteht aus zwei Materialien: gotischem Backstein und militärischem Mauerwerk. Vier Jahrhunderte lang war die Stadt Bayerns wichtigste Festung, ihre Bewohner nennen sich bis heute Schanzer und ihre Stadt die Schanz. Genau dieser Doppelcharakter trägt eure Schnitzeljagd Ingolstadt: Neben der Kirche steht ein Wehrbau, neben dem Wehrbau eine alte Fakultät.
Ihr steht vor einem Bau, an dem hundert Jahre lang gearbeitet wurde: 1425 wurde der Grundstein gelegt, 1525 war das Werk im Wesentlichen vollendet – die Türme allerdings bis heute nicht. Nach den alten Plänen sollten sie Spitzhelme tragen und rund 86 Meter erreichen. Geblieben sind Hauben und zwei ungleiche Stümpfe, der eine knapp 69, der andere etwa 62 Meter hoch, dazu über Eck gestellt. Ihr legt unwillkürlich den Kopf in den Nacken und begreift: Hier ist jemandem mitten im Satz das Geld ausgegangen.
Das schlossartige Haus, in dem es untergebracht ist, heißt Alte Anatomie und entstand zwischen 1723 und 1736 nach Plänen von Gabriel de Gabrieli für die medizinische Fakultät der alten Universität. Dahinter wächst ein Arzneipflanzengarten mit rund 200 Arten, geordnet nach ihren Wirkstoffen. Und drinnen ist ein Raum einer Person gewidmet, die es nie gegeben hat: Mary Shelley ließ ihren Victor Frankenstein ausgerechnet in Ingolstadt studieren. Euch überrascht, wie eng Heilkunde und Schauerroman hier beieinanderliegen.
Der Rest liegt in Gehweite. St. Moritz ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt, in seiner heutigen Gestalt bis ins Jahr 1234 zurückreichend. Das Neue Schloss, dessen Palas ab 1479 hochgezogen wurde, beherbergt seit 1972 das Bayerische Armeemuseum – gegründet hatte es König Ludwig II. 1879, damals noch in München. Das Dazwischen gehört euch.
Was neben St. Moritz wie ein zweiter Kirchturm aussieht, ist der Pfeifturm – und der gehört nicht der Pfarrei, sondern der Stadt. Oben wohnte bis 1938 ein Türmer, dessen Aufgabe es war, Brände und Gefahren im Stadtgebiet zu melden. Vom Pfeifen dieses Wächters hat der Turm seinen Namen. Erst als überall Feuermelder hingen, wurde die Stelle gestrichen. Ein Blick nach oben lohnt sich: Da hat jemand gewohnt.
Wer Ingolstadt nur für die Stadt der vier Ringe hält, verpasst das Beste. Bayerns erste Landesuniversität wurde 1472 hier gegründet, von Herzog Ludwig dem Reichen. Über drei Jahrhunderte kamen Studenten aus halb Europa in die kleine Donaustadt – bis die Hochschule 1800 nach Landshut ging und 1826 in München landete, wo sie als Ludwig-Maximilians-Universität weiterlebt. Ingolstadt verlor damit auf einen Schlag sein geistiges Zentrum.
Aus dieser Universität stammt auch die kurioseste Ingolstädter Karriere: Adam Weishaupt, hier geboren, Professor für Kirchenrecht, gründete am 1. Mai 1776 mit einer Handvoll seiner Studenten den Illuminatenorden. Er war 28 Jahre alt. Was als studentischer Zirkel begann, beschäftigt Verschwörungserzähler bis heute. Gut zweieinhalb Jahrhunderte früher, im April 1516, tagten die bayerischen Landstände in der Stadt; Herzog Wilhelm IV. und Herzog Ludwig X. erließen dabei jene Landesordnung, die für Bier nur Gerste, Hopfen und Wasser zuließ – kein Feinschmeckererlass, sondern Verbraucherschutz, denn Bier war damals Grundnahrungsmittel.
Der 30. April 1632 brachte der Stadt gleich zwei Geschichten an einem Tag: In den Mauern starb Feldherr Tilly an den Folgen seiner Verwundung, und draußen vor den Wällen wurde der Überlieferung nach am selben Tag bei einem Erkundungsritt der Schimmel des Schwedenkönigs Gustav II. Adolf getroffen. Das Tier wurde präpariert und steht heute im Stadtmuseum – als ältestes erhaltenes Tierpräparat Europas. Und die Autostadt? Sie begann 1945 mit einem Ersatzteillager für Vorkriegsfahrzeuge; erst am 3. September 1949 wurde daraus wieder ein Autohersteller. Klassische Stadtführungen Ingolstadt erzählen diese Stränge nacheinander – auf eurer Schnitzeljagd Ingolstadt tauchen sie zwischen zwei Aufgaben auf, mitten im Gehen.
Für einen Junggesellenabschied ist die kompakte Altstadt ideal: Ihr kommt ohne Bus und Bahn aus, die Runde endet in Wirtshausnähe, und die Rollenverteilung verschafft auch dem stillsten Gast seinen Auftritt. Als Geburtstagsprogramm für Erwachsene funktioniert das Stadtspiel Ingolstadt, weil es niemanden zum Zuhören verdonnert – ihr redet ohnehin die ganze Zeit miteinander, nur eben über Fassaden, Jahreszahlen und die nächste Abzweigung. Fürs Teambuilding hat die Sache einen handfesten Vorteil: In einer Stadt, in der Zehntausende in Industrie, Klinikum und Hochschule arbeiten, kennen sich Kolleginnen und Kollegen aus dem Büro, aber selten aus der eigenen Innenstadt. Ein gemeinsamer Nachmittag auf Spurensuche ordnet eine Gruppe schneller als jeder Workshop. Familien profitieren von den kurzen Wegen und den Fotoaufgaben, an denen Kinder mehr Spaß haben als an jeder Vitrine; danach liegt der Klenzepark jenseits der Donau zum Auslaufen bereit. Und wer nur übers Wochenende anreist, bekommt mit dieser Stadtrallye Ingolstadt in einem Durchgang den Überblick, für den sonst zwei Tage draufgehen; vom Hauptbahnhof fährt der Bus in wenigen Minuten in die Altstadt.
Bestellt danach ein naturtrübes Kellerbier von Nordbräu. Die Brauerei geht auf das Jahr 1569 am Schloss Oberhaunstadt zurück, ab 1693 brauten dort Jesuiten ihr braunes Bier, und den heutigen Namen trägt sie erst, seit Oberhaunstadt 1972 zu Ingolstadt kam. Sie hat also nie eine Zeit ohne das hier beschlossene Reinheitsgebot erlebt.
Am Ende steht ihr wieder unter den beiden ungleichen Türmen des Münsters, und sie sehen anders aus als am Vormittag: nicht mehr unfertig, sondern ehrlich. So geht es euch dann mit der ganzen Stadt. Der Turm neben St. Moritz ist nicht mehr irgendein Turm, und die Alte Anatomie hat eine Geschichte, die ihr weitererzählen werdet. Genau das leistet eine digitale Schnitzeljagd Ingolstadt: Sie gibt euch die Stadt nicht als Vortrag, sondern als Fundstück. Packt eure Leute zusammen, ladet die App, trefft euch bei der Tourist Information im Alten Rathaus – und schaut, was diese Schanz noch alles verstaut hat.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Ingolstadt ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Ingolstadt haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Ingolstadt machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet an der Tourist-Information im Alten Rathaus und führt als Rundweg über rund 2,6 Kilometer durch die Altstadt, vorbei am Münster Zur Schönen Unserer Lieben Frau, am Neuen Schloss mit dem Armeemuseum, am Herzogskasten und an der Asamkirche. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Mit 2,6 Kilometern ist die Runde eine der kürzeren, und das Armeemuseum mit seinen Rüstungen liegt direkt am Weg.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa zweieinhalb Stunden, die Strecke misst rund 2,6 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab 16.99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.