Smartphone in der Hand, deine Leute um dich herum, über euch der Turm der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, der gut siebzig Meter über die Dächer hinausragt – und ein paar Schritte weiter rauscht der Lech so laut über sein vierstufiges Wehr, dass ihr beim Nachdenken automatisch lauter redet. So beginnt eine Schnitzeljagd Landsberg am Lech: ohne Reiseleiterin, ohne hochgehaltenen Schirm, dafür mit euch als Spürnasen zwischen pastellfarbenen Giebeln. Denn Landsberg ist eine Stadt, die ihre Geschichten wegsteckt. Reich wurde der Ort mit Salz – anzusehen ist ihm das nur, wenn man auf Gassennamen achtet und ahnt, wozu ein Stadel einmal gut war. Wer die Fassaden bloß hübsch findet, läuft an allem vorbei. Wer genauer hinschaut, merkt: Die Stadt rückt ihre Hinweise durchaus heraus, sie hängt sie nur höher, als man üblicherweise guckt. Davon lebt das Spiel. Ihr lauft los, die App zeigt die Richtung, elf Aufgaben liegen unterwegs, und entschieden wird nicht über Tempo, sondern darüber, wie gut ihr diese Stadt lest.
Ihr ladet die myCityHunt App auf euer eigenes Smartphone, löst euer Ticket ein und öffnet die Lobby. Einer scannt den QR-Code, die anderen steigen ein. Dann wählt jeder eine Rolle, 54 stehen bereit: Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv vor den Landsberger Giebeln, das Trivia-Ass sammelt die Wissensfragen ein. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit, die sonst niemand in eurer Runde bekommt. Das GPS zeigt euch, wohin es ungefähr geht – welche Gasse ihr nehmt, entscheidet ihr selbst. An den Stationen wartet jeweils eine Frage mit vier Antwortmöglichkeiten, dazu zwei gestaffelte Hinweise, die ihr nutzen könnt oder eben nicht: Sie kosten Punkte. Wissensfragen, Fotoaufgaben und Aktivaufgaben wechseln sich ab. Ihr startet, wann es euch passt, pausiert, wo es euch gefällt, und alle Bilder landen hinterher in einer privaten Galerie eurer Gruppe. Wer am fleißigsten sammelt, führt am Ende die Wertung an. Wer stattdessen nur bummeln wollte, kommt genauso auf seine Kosten.
Landsberg ist klein und benimmt sich groß. Auf wenigen hundert Metern stehen ein Barockrathaus, eine gotische Basilika, eine ehemalige Jesuitenkirche und moderne Kunst so dicht beieinander, dass jeder Blick über die Schulter eine andere Epoche erwischt. Keine drei Kilometer legt eure Schnitzeljagd Landsberg am Lech insgesamt zurück, und trotzdem wechselt die Kulisse ständig – vom Flussrauschen an der Lechpromenade hinauf in enge Gassen, in denen im Hochsommer plötzlich Schatten liegt.
Ihr steht vor einer spätgotischen Pfeilerbasilika, an der von 1458 bis 1488 gebaut wurde, und legt beim Blick am Turm hinauf unwillkürlich den Kopf in den Nacken: Über den mittelalterlichen Geschossen sitzt eine barocke Haube von 1699, als hätte jemand dem Bau nachträglich einen Hut aufgesetzt. Drinnen steht eine Madonna aus Holz, die um 1440 entstand und Hans Multscher aus Ulm zugeschrieben wird – älter also als die Kirche, die sie beherbergt.
Vor dem Neuen Stadtmuseum kippt die Zeitrechnung komplett. Dort ragt eine viereinhalb Meter hohe Skulptur aus geschweißtem Blech auf, die der Bildhauer Lubo Kristek 1991 schuf und die 1992 aufgestellt wurde: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Tasten verwachsen zu etwas, das mal wie ein Gesicht und mal wie eine wuchernde Pflanze wirkt. Euch überrascht vor allem, wie selbstverständlich sich dieses surreale Ding zwischen den Barockfassaden behauptet.
Dazu kommen St. Johannes am Vorderanger, klein und hell und von einem der berühmtesten Baumeister Bayerns entworfen, die Heilig-Kreuz-Kirche mit ihrer Doppelturmfassade über der Altstadt und das Herkomer Museum im Mutterturm unten am Fluss. Diese Orte werdet ihr sehen. Das Dazwischen – der Umweg, die Bank am Wasser, der Moment, in dem einer von euch stehen bleibt und nach oben zeigt – gehört euch.
Beim Ruethenfest ziehen rund tausend Landsberger Kinder in historischen Gewändern durch die Gassen und spielen die Stadtgeschichte nach. Der Brauch geht darauf zurück, dass Schülerinnen und Schüler im Frühjahr vor die Tore zogen, um Weidenruten – die „Ruethen" – zu brechen; als Fest gefeiert wird das seit 1647, heute im Vierjahresrhythmus, zuletzt 2023.
Dass diese Stadt überhaupt so wohlhabend wurde, verdankt sie einer Brücke. Im 12. Jahrhundert ließ Heinrich der Löwe den Lech hier überspannen und die Salzstraße über den neuen Übergang führen – von da an kam das Salz aus Reichenhall zwangsläufig durch Landsberg. Die Stadt kassierte den sogenannten Salzpfennig, und schwäbische Händler mussten ihre Ware praktisch hier einkaufen. Den ersten Salzstadel baute die Stadt 1353, bis ins 17. Jahrhundert wurden es drei. Das „weiße Gold" hat jeden Giebel bezahlt, an dem ihr vorbeikommt.
Wusstest du zum Beispiel, dass der Mann, der die weltberühmte Wieskirche baute, hier Bürgermeister war? Dominikus Zimmermann erwarb 1716 das Landsberger Bürgerrecht, gestaltete ab 1719 die Fassade des Rathauses und amtierte von 1748 bis 1753 als Stadtoberhaupt. Und er konnte auch anders: 1740 wurde die alte Johanniskirche unter dem Vorwand der Baufälligkeit abgerissen – ohne kirchliche Genehmigung. Ein Jahr später begann nach seinen Plänen der Neubau, den ihr heute als St. Johannes am Vorderanger anschaut.
Noch älter ist die dritte Geschichte: 1575 gründete Graf Schweikhard von Helfenstein hier ein Jesuitenkolleg samt Kirche, eine der ersten Niederlassungen des Ordens in Deutschland. Nach dessen Aufhebung 1773 übernahmen die Malteser das Haus – deshalb sagen Einheimische bis heute Malteserkirche. Und dann wäre da Hubert von Herkomer (1849–1914), in England einer der gefragtesten Porträtmaler seiner Zeit, der ab 1880 am Lechufer einen Turm zu Ehren seiner Mutter errichten ließ. Klassische Stadtführungen Landsberg am Lech erzählen solche Episoden auch – nur lauft ihr ihnen hier selbst hinterher, im eigenen Tempo.
Für einen Junggesellenabschied ist die kompakte Altstadt ein Geschenk und die Schnitzeljagd Landsberg am Lech ein Programmpunkt, den auch der Schweigsamste der Gruppe mitmacht: Die Runde ist kurz genug, dass niemand ernsthaft ins Schwitzen kommt, und am Ende sitzt die Gruppe binnen fünf Minuten in einem Wirtshaus oder auf einer Terrasse über dem Lech. Als Geburtstagsprogramm für Erwachsene funktioniert das Stadtspiel Landsberg am Lech, weil es Leute zusammenbringt, die sich sonst nur vom Sehen kennen – gemeinsames Rätseln baut Fremdheit schneller ab als jede Vorstellungsrunde. Fürs Teambuilding zählt genau dasselbe, verstärkt durch die Rollen: Wer im Büro nie zu Wort kommt, kassiert plötzlich als Fotograf die Punkte.
Familien profitieren davon, dass hier fast alles fußläufig und autofrei erreichbar ist; Kinder ziehen die Aufgaben-App ohnehin jedem Vortrag vor, und wenn die Konzentration nachlässt, ist der nächste Eisstand nah. Und wer nur einen Tag zwischen München und dem Allgäu einplant, bekommt mit dieser Stadtrallye Landsberg am Lech mehr von der Altstadt zu sehen als beim ziellosen Bummeln – der Bahnhof liegt gut zehn Gehminuten von der Altstadt entfernt, das Auto könnt ihr getrost stehen lassen.
Am Hauptplatz führt die Familie Manhart seit 1913 ihr Geschäft – Karl Manhart gründete die Bäckerei genau dort, wo heute das Café in den alten Backstuben sitzt, inzwischen in vierter Generation. Draußen ein Stück Kuchen, dahinter ein stiller Altstadthof. Wer es lieber am Wasser mag, findet in der Salzgasse eine Terrasse direkt über dem Lech.
Am Ende steht ihr wieder da, wo ihr losgelaufen seid: am Georg-Hellmair-Platz, unter demselben Turm, den ihr am Morgen nur hübsch fandet. Das Rauschen des Lech hört sich jetzt anders an, weil ihr wisst, warum diese Stadt an diesem Fluss gebaut wurde und wer daran verdient hat. Die Hinweise hingen die ganze Zeit über euren Köpfen – ihr habt bloß vorher nicht hingesehen. Also: App öffnen, Rolle aussuchen, loslaufen, den Kopf in den Nacken legen und einsammeln, was Landsberg jahrhundertelang weggesteckt hat. Eure digitale Schnitzeljagd Landsberg am Lech beginnt mit dem ersten Schritt übers Kopfsteinpflaster.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Landsberg am Lech ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Landsberg am Lech haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Landsberg am Lech machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Georg-Hellmair-Platz und führt als Rundweg über rund 2,6 Kilometer durch die Altstadt und ans Lechufer, vorbei am Historischen Rathaus, an der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, an der Heilig-Kreuz-Kirche und am Mutterturm. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren, sodass Kinder aktiv beteiligt sind statt nur zuzuhören. Das rauschende Lechwehr, Stadttore und ein Turm mit Zinnen liegen alle an der Route.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa zweieinhalb Stunden, die Strecke misst rund 2,6 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab 16.99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.