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St. Petri
Melle

St. Petri Melle

St. Petri

In der bezaubernden Stadt Melle, im Herzen Niedersachsens, steht die prächtige St.-Petri-Kirche. Dieses bemerkenswerte Bauwerk, das um 1721 errichtet wurde, dient als zentrale evangelisch-lutherische Kirche der Stadt und als Hauptkirche des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte in der Region Grönegau. Prominent am Marktplatz gegenüber dem Rathaus gelegen, ist St. Petri nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Symbol für die reiche Geschichte und architektonische Pracht der Stadt.

Die historische Entwicklung von St. Petri

Die Geschichte der St.-Petri-Kirche beginnt Mitte des 17. Jahrhunderts. Nach der Capitulatio perpetua erhielten die katholischen Bewohner von Melle die St.-Matthäus-Kirche, die zuvor von beiden Konfessionen gemeinsam genutzt worden war. Daher wurde 1652 eine neue Kirche für die protestantische Gemeinde in der Nähe der katholischen Kirche gebaut. Diese ursprüngliche St.-Petri-Kirche wurde jedoch beim großen Brand von Melle im Jahr 1720 vollständig zerstört.

Unbeeindruckt von der Zerstörung begannen die widerstandsfähigen Bürger 1721 mit dem Bau eines neuen, größeren Kirchengebäudes, unterstützt vom damaligen Fürstbischof von Osnabrück, Ernst August II. von Braunschweig-Lüneburg. Die neue Kirche wurde 1723 eingeweiht und 1724 mit ihrem Innenraum vollständig fertiggestellt. Hermann Schmidinger, ein Steinmetz und Baumeister aus Herford, spielte eine entscheidende Rolle beim Wiederaufbau. Der erste protestantische Pastor von St. Petri war Anton Seumenicht, der zuvor an der katholischen St.-Matthäus-Kirche tätig war.

Ein architektonisches und künstlerisches Meisterwerk

St. Petri ist ein beeindruckendes Beispiel einer dreischiffigen Hallenkirche, gestaltet in gotischen Formen mit fein gegliederten Säulen und einem Chor mit Fünfachtelschluss. Der Westturm ist mit einer markanten barocken Kuppel gekrönt, die das einzigartige architektonische Erscheinungsbild der Kirche unterstreicht. Das Innere der Kirche ist mit durchgehenden Emporen und edlen Logen geschmückt, was ein Gefühl von Großartigkeit und historischer Tiefe vermittelt.

Eines der auffälligsten Merkmale von St. Petri ist das bemalte Gewölbe, das in der Region Osnabrück einzigartig ist. Die Gewölbemalerei zeigt das Wappen von Ernst August II., das die Herzogswürde von York und Albany darstellt, die ihm von seinem Bruder, König Georg I. von England, verliehen wurde. Das viergeteilte Schild, gehalten vom englischen Löwen und dem schottischen Einhorn, ist von acht Engeln sowie Blumen- und Fruchtgirlanden umgeben. Ein weiteres Wappen im Gewölbe, das einen roten Pflugschar zeigt, gehört zu Jobst Itel von Vincke, dem geheimen Rat des Osnabrücker Bischofs, der mit der Überwachung des Wiederaufbaus von Melle und der protestantischen Kirche beauftragt war.

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Die barocke Pracht von St. Petri

Im Herzen der Kirche befindet sich der barocke Altar, der 1723 von Ernst Dietrich Bartels geschaffen wurde. Der Altar ist in mehrere Zonen unterteilt, wobei die zentralen Tafeln das Abendmahl und die Auferstehung darstellen. Er ist mit den Wappen von Christoph Ludolf von Hammerstein, dem Freiherrn von Schloss Gesmold, und seiner Frau Johanna Sophia Schenk von Winterstedt zu Diek geschmückt. Die barocke Kanzel aus dem Jahr 1724 ist reich verziert mit figürlichen Arbeiten und trägt die Wappen ihrer Stifter, Abraham von Arnim zu Boitzenburg und seiner Frau Anna Sophia von Oer zu Bruche.

Die Emporengeländer sind mit den Wappen lokaler Adelsfamilien wie Vincke, Nehem, Hammerstein und dem vierarmigen Rad, das die Stadt Melle repräsentiert, verziert. Diese Geländer zeigen auch Szenen aus dem Alten und Neuen Testament und fügen der architektonischen Schönheit eine biblische Erzählung hinzu.

Eine Symphonie von Glocken und Musik

Der Kirchturm beherbergte ursprünglich eine einzige 200-Pfund-Glocke im Jahr 1652. Für die neue Kirche wurden zwei Glocken vom Glockengießer Rinker aus Gießen gegossen, die etwa 3000 und 1200 Pfund wogen. Nachdem die schwerere Glocke beschädigt wurde, wurde sie 1732 mit finanzieller Unterstützung der Kirchenpatrone neu gegossen. Um 1840 wurde eine dritte Glocke hinzugefügt. Obwohl zwei Glocken während des Ersten Weltkriegs für die Kriegsanstrengungen beschlagnahmt wurden, erwarb die Gemeinde nach dem Krieg zwei neue Glocken, die am 4. Juli 1925 geweiht wurden.

Eine einzigartige Tradition, die mit St. Petri verbunden ist, ist das Ernteläuten, das zu Beginn der Roggenernte auf dem Meyerhof zu Bakum stattfand. Eine Woche lang läuteten die Glocken täglich eine halbe Stunde, um die Gemeinde an die arbeitsintensive Saison der Bauern zu erinnern. Diese Praxis wurde bis kurz nach dem Ersten Weltkrieg fortgesetzt.

Die Christian-Vater-Orgel: Ein musikalisches Wunderwerk

St. Petri beherbergt auch eine teilweise erhaltene barocke Orgel, die zwischen 1722 und 1724 von Christian Vater gebaut wurde. Ursprünglich mit 27 Registern ausgestattet, ist diese Orgel Vaters größtes Werk in Deutschland. Das Instrument wurde im Jahr 2000 von der Orgelbaufirma Bernhardt Edskes sorgfältig restauriert. Mit 37 Registern, verteilt auf drei Manuale und ein Pedal, bleibt die Orgel ein Zeugnis für Vaters Handwerkskunst und das reiche musikalische Erbe von St. Petri.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die St.-Petri-Kirche in Melle nicht nur ein architektonisches Juwel ist, sondern auch ein historischer und kultureller Schatz. Ihre Mauern und Gewölbe erzählen Geschichten von Widerstandskraft, Glauben und Gemeinschaftsgeist und machen sie zu einem Muss für jeden, der die Region erkundet. Ob ihr Architekturbegeisterte, Geschichtsinteressierte oder einfach neugierige Reisende seid, St. Petri bietet einen Einblick in die Seele von Melle und ihr bleibendes Erbe.

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