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Iglesia de Santo Domingo
Oviedo

Iglesia de Santo Domingo Oviedo

Iglesia de Santo Domingo

Die Iglesia de Santo Domingo in Oviedo, Spanien, ist ein beeindruckendes Zeugnis jahrhundertelanger Geschichte, Widerstandskraft und architektonischer Schönheit. Eingebettet in die malerischen Straßen dieser asturischen Stadt, gehört die Kirche zu einem größeren Komplex, der einst ein Kloster umfasste und heute in eine Schule umgewandelt wurde. Trotz der Widrigkeiten der Zeit und Konflikte bleibt die Kirche ein Leuchtturm des spirituellen und kulturellen Erbes in Oviedo.

Der Historische Hintergrund von Santo Domingo

Die Ursprünge der Iglesia de Santo Domingo reichen bis ins Jahr 1518 zurück, als sie von der Dominikanerorden gegründet wurde. Die Kirche und das dazugehörige Kloster waren ein Zentrum des religiösen und gemeinschaftlichen Lebens. Doch die Revolution im Oktober 1934 brachte Zerstörung, als das Kloster in Flammen aufging und nur die Kirche und ein Teil des Kreuzgangs unversehrt blieben. Dieses tragische Ereignis führte zum Wiederaufbau des Komplexes und zur Entstehung der heutigen Schule.

Architektonisch ist die Kirche eine faszinierende Mischung aus dem Design des 16. Jahrhunderts mit späteren barocken Einflüssen. Der Bau begann 1526 mit Stein aus dem Laspra-Steinbruch. Die Kirche hat ein einziges Kirchenschiff mit vier Abschnitten, geschmückt mit privaten Grabkapellen an den Seiten. Diese Kapellen, die durch schmiedeeiserne Gitter getrennt sind, spiegeln eine mittelalterliche Tradition des privaten Mäzenatentums wider, eine Praxis, die sowohl von den Dominikanern als auch von den Franziskanern gepflegt wurde.

Architektonische Wunderwerke

Das Design der Kirche wird Juan de Cerecedo, bekannt als el Viejo, zugeschrieben, obwohl Fray Martín de Santiago als ursprünglicher Entwerfer gilt. Der Grundriss ist typisch für Klosterkirchen, mit einem kreuzförmigen Plan, der nahtlos mit den seitlichen Kapellen integriert ist. Interessanterweise sind die Kapellen auf der rechten Seite schmaler als die auf der linken, jede mit unterschiedlichen Dachstilen, was zur architektonischen Faszination beiträgt.

Im 18. Jahrhundert erfuhr die Kirche bedeutende Renovierungen, einschließlich der Hinzufügung ihres Eingangsportikus. Das Innere ist ebenso fesselnd, besonders das Hauptaltarretabel, das zwischen 1755 und 1760 im Barockstil gefertigt wurde. Dieses Meisterwerk, mit seinen kunstvollen Schnitzereien und vergoldeten Details, ist ein Highlight für Besucher.

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Künstlerische Schätze im Inneren

Im Inneren der Kirche sticht die Kapelle Nuestra Señora del Rosario hervor. Diese Kapelle beherbergt ein Retabel, das von Manuel Pedredo Vigil geschaffen wurde, geschmückt mit Tafelbildern von Ignacio Abarca Valdés. Die Kunstwerke, obwohl gealtert und verwittert, bieten immer noch Einblicke in ihre frühere Pracht und zeigen Szenen wie die Verkündigung und Krönung, die Heimsuchung und die Geburt Christi.

Die Kirche beherbergt auch bedeutende Skulpturen aus dem 18. Jahrhundert, darunter die Figuren des Nazareno und des liegenden Christus. Diese Stücke, ursprünglich aus früheren Arbeiten, haben große religiöse Bedeutung. Der Nazareno, eine gekleidete Figur mit nur Gesicht, Händen und Füßen geschnitzt, trägt eine Perücke und eine Dornenkrone. Der liegende Christus, eine Nachbildung einer Skulptur aus dem 17. Jahrhundert, war einst für die Kreuzabnahme artikuliert, obwohl seine Gelenke während der Restaurierungen versiegelt wurden.

Kulturelle Bedeutung

1944 wurde die Iglesia de Santo Domingo als Bien de Interés Cultural anerkannt und gilt als Denkmal von historischer und künstlerischer Bedeutung. Sie wurde 1969 zur Pfarrkirche und dient als Sitz der Cofradía del Nazareno de Oviedo, der ältesten Bruderschaft der Stadt.

Die Retabel der Kirche sind besonders bemerkenswert. Das Rosario-Retabel, 1730 von Manuel Pedredo mit Gemälden von Ignacio Abarca geschaffen, ist eine einetagige Struktur mit drei Abschnitten und einem halbkreisförmigen Giebel. Trotz der verstrichenen Zeit rufen die Bilder, obwohl durch Kerzenrauch und Staub gedimmt, weiterhin Staunen hervor.

Das Hauptaltarretabel, geschaffen von José Bernardo de la Meana zwischen 1758 und 1762, präsentiert große doppelte Säulen, die eine zentrale Nische umrahmen. Dieses Stück gilt als ein Schlüsselbeispiel für die Entwicklung barocker Altarretabel in Asturien und spiegelt die künstlerischen Trends der Epoche wider.

Eine Reise durch die Zeit

Ein Besuch der Iglesia de Santo Domingo ist wie eine Reise in die Vergangenheit und bietet einen Einblick in das reiche religiöse und kulturelle Erbe von Oviedo. Von ihren architektonischen Wundern bis zu ihren künstlerischen Schätzen lädt die Kirche Besucher ein, das Erbe des Glaubens und der Kunst zu erkunden und zu schätzen, das über die Jahrhunderte hinweg Bestand hatte.

Abschließend ist die Iglesia de Santo Domingo nicht nur ein Ort der Anbetung; sie ist ein Denkmal der Widerstandskraft und ein Aufbewahrungsort des kulturellen Erbes. Ihre Mauern erzählen die Geschichten der Vergangenheit und machen sie zu einem unverzichtbaren Halt für jeden, der die schöne Stadt Oviedo besucht.

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