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Camp Harmony
Puyallup

Camp Harmony Puyallup

Camp Harmony

Im Herzen von Puyallup, Washington, befindet sich Camp Harmony, ein bewegendes Denkmal für ein schwieriges Kapitel der amerikanischen Geschichte. Offiziell als Puyallup Assembly Center bekannt, war dieser Ort einer von mehreren temporären Internierungslagern, die während des Zweiten Weltkriegs zur Inhaftierung von japanischen Amerikanern genutzt wurden, die gewaltsam von der Westküste entfernt wurden. Heute bietet dieser Ort Besuchern die Gelegenheit, über die Vergangenheit nachzudenken und die Widerstandskraft und Stärke derjenigen zu verstehen, die diese Härten ertragen mussten.

Die Geschichte von Camp Harmony

Camp Harmony wurde im Mai 1942, nur sechs Monate nach dem Angriff auf Pearl Harbor, gegründet. Nach Präsident Franklin D. Roosevelts Executive Order 9066, die die Entfernung von japanischen Amerikanern aus bestimmten militärischen Gebieten autorisierte, nahm das Lager schnell Gestalt an. Ungefähr 7.390 japanische Amerikaner aus Washington und Alaska wurden nach Camp Harmony verlegt, bevor sie in dauerhaftere Lager der War Relocation Authority in Minidoka, Idaho; Tule Lake, Kalifornien; und Heart Mountain, Wyoming, überführt wurden.

Das Lager wurde in der Nähe des Western Washington Fairgrounds errichtet und in vier separate Zonen unterteilt. Zone A beherbergte etwa 2.000 Internierte im nordöstlichen Teil des Fairgrounds. Zone B, östlich in der Nähe des heutigen Blue-Parkplatzes gelegen, bot Platz für 1.200 Menschen. Zone C, im Nordwesten, hielt etwa 800 Internierte, während Zone D, die größte, sich im eigentlichen Fairgrounds-Gelände befand und etwa 3.000 Personen beherbergte, einschließlich der Rennbahn und der Tribüne.

Lebensbedingungen in Camp Harmony

Die Lebensbedingungen in Camp Harmony waren alles andere als ideal. Die Internierten wurden in kleine Wohnungen von etwa 50 Quadratmetern eingewiesen, jede ausgestattet mit einem kleinen Fenster, einer Steckdose und einem Holzofen. Trotz der beengten Verhältnisse bot das Lager einige grundlegende Einrichtungen. Jede Zone verfügte über Speisesäle, Waschräume und Latrinen. Zone D hatte sogar ein Krankenhaus mit 100 Betten, während bestehende Strukturen als Verwaltungsbüros und Gemeinschaftszentren dienten.

Trotz der schwierigen Umstände bemühten sich die Internierten, ein Gefühl von Normalität und Gemeinschaft aufrechtzuerhalten. Sie organisierten Schulen, religiöse Dienste und Freizeitaktivitäten, um die Zeit zu vertreiben und sich gegenseitig zu unterstützen. Im Mai und Juni 1942 verließen fast 100 japanische Amerikaner Camp Harmony, um Arbeit zu finden, Bildungseinrichtungen außerhalb der Ausschlusszone zu besuchen oder nach Japan zurückzukehren. Am 26. Mai meldeten sich 196 Männer freiwillig für einen frühen Transfer nach Tule Lake, um beim Bau dieses Lagers zu helfen.

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Touren

Die Reise nach Minidoka

Am 12. August 1942 begann der Transfer der Internierten von Camp Harmony zum Minidoka Relocation Center. Die Reise war beschwerlich und dauerte 30 Stunden, in 16 Gruppen von jeweils etwa 500 Personen. Der letzte Zug verließ Puyallup am 12. September, was das Ende der Rolle von Camp Harmony im Internierungsprozess markierte.

Nach der Abreise der Internierten wurde das Gelände am 30. September 1942 an das Ninth Service Command in Fort Lewis übergeben. Die Western Washington Fairgrounds wurden dann vom 943. Signal Battalion besetzt, bis diese im Dezember nach Fort Lewis verlegt wurden. Die Fairgrounds blieben während des Krieges für die Öffentlichkeit geschlossen und dienten als Ausbildungslager für die Armee.

Nachkriegszeit und Vermächtnis

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Western Washington Fairgrounds wiedereröffnet und veranstalteten ihre erste Messe im September 1946. Das Vermächtnis von Camp Harmony blieb jedoch in der Gemeinschaft präsent. Am 25. November 1978 fand auf dem Fairgrounds ein Gedenktag für japanische Amerikaner statt, der 2.000 Teilnehmer anzog. Fünf Jahre später, am 21. August 1983, enthüllten der Gouverneur von Washington, John Spellman, und Staatsvertreter eine Skulptur von George Tsutakawa. Dieses Denkmal ehrt diejenigen, die während des Krieges in Camp Harmony interniert waren.

Heute können Besucher der Western Washington Fairgrounds über die Geschichte von Camp Harmony und die Widerstandskraft der japanischen amerikanischen Gemeinschaft nachdenken. Der Ort dient als kraftvolles Mahnmal für die Bedeutung der Bürgerrechte und die Notwendigkeit, diese auch in Zeiten nationaler Krisen zu schützen. Durch die Erforschung dieses Kapitels der Geschichte können wir die Komplexität der Vergangenheit besser verstehen und auf eine gerechtere und inklusivere Zukunft hinarbeiten.

Ein Besuch in Camp Harmony

Wenn ihr einen Besuch in Puyallup plant, solltet ihr unbedingt einen Halt auf den Western Washington Fairgrounds einlegen, um der Geschichte von Camp Harmony zu gedenken. Obwohl die Fairgrounds heute ein belebter Veranstaltungsort sind, bleibt die Erinnerung an das, was hier geschah, ein wesentlicher Teil ihrer Identität. Nehmt euch einen Moment Zeit, um die Gedenkskulptur von George Tsutakawa zu besuchen und über die Geschichten derjenigen nachzudenken, die diese schwierige Zeit durchlebt haben.

Ein Besuch in Camp Harmony bietet eine einzigartige Gelegenheit, sich mit einem bedeutenden Stück amerikanischer Geschichte zu verbinden. Es ist eine Chance, die Stärke und Widerstandskraft der japanischen amerikanischen Gemeinschaft zu ehren und aus der Vergangenheit zu lernen, um sicherzustellen, dass solche Ungerechtigkeiten nie wieder vorkommen. Während ihr durch die Fairgrounds spaziert, stellt euch das Leben derjenigen vor, die hier einst eingesperrt waren, und denkt an die bleibenden Auswirkungen ihrer Erfahrungen auf unsere kollektive Geschichte.

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