St. Anna Schwerin, bei den Einheimischen als Propsteikirche St. Anna bekannt, ist ein bedeutendes spirituelles und historisches Wahrzeichen im Zentrum von Schwerin, Mecklenburg-Vorpommern. Diese faszinierende Kirche mit ihrer klassischen Architektur und reichen Geschichte ist ein Muss für alle, die das kulturelle Geflecht dieser bezaubernden Region erkunden möchten.
Die Ursprünge von St. Anna Schwerin reichen bis ins späte 18. Jahrhundert zurück. Der Grundstein wurde am 31. März 1791 unter der Leitung des Baumeisters Cornelius Christopher Barca gelegt. Die Kirche wurde am 25. März 1795 geweiht und mit klassischem Interieur von Carl Theodor Severin ausgestattet. Originale Elemente wie die Kanzel, das Orgelgehäuse, Beichtstühle, das Taufbecken und ein Altar, der heute in der Unterkirche steht, zeugen von der reichen Handwerkskunst jener Zeit.
Im Laufe ihrer Geschichte wurde St. Anna mehrfach renoviert, zuletzt in den Jahren 1984/85. Diese Änderungen waren nicht nur ästhetischer Natur, sondern notwendig, um den sich wandelnden Bedürfnissen der Gemeinde gerecht zu werden und strukturelle Herausforderungen aufgrund des sumpfigen Untergrunds zu bewältigen. Zu den Renovierungen gehörten auch der Anbau einer Apsis, eines Sakristeiflügels und einer kleinen Unterkirche, die dem heiligen Ansgar gewidmet ist.
Besucher von St. Anna Schwerin werden von einer harmonischen Mischung aus Geschichte und Architektur empfangen. Die elegante Schlichtheit der Fassade lädt euch ein, das ruhige Innere zu erkunden. Der moderne Hauptaltar, Ambo, Tabernakel und ein Bronzerelief, das Niels Stensen ehrt und in den 1980er Jahren von Paul Brandenburg geschaffen wurde, verleihen der historischen Anmut der Kirche einen zeitgenössischen Touch.
Die Orgel der Kirche, gebaut von Gerhard Böhm, verfügt über 21 Register, zwei Manuale und ein Pedal und bietet ein reichhaltiges Klangerlebnis während der Gottesdienste. Der Klang der Orgel erfüllt den Raum mit majestätischer Resonanz und verstärkt die spirituelle Atmosphäre der Kirche.
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Die Wurzeln der katholischen Gemeinschaft in Schwerin reichen bis ins 17. Jahrhundert zurück und bestanden zunächst aus Hofbeamten, Soldaten und Kaufleuten. Die Konversion von Herzog Christian Ludwig I. zum Katholizismus im Jahr 1665 markierte einen wichtigen Wendepunkt, der es erlaubte, katholische Gottesdienste in der Schlosskirche Schwerin abzuhalten.
Im Laufe der Jahrhunderte wuchs die Gemeinschaft, besonders mit dem Zustrom katholischer Arbeiter im 19. Jahrhundert und Vertriebener nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotz Plänen für den Bau einer größeren Kirche im gotischen Stil blieb St. Anna das zentrale Gotteshaus der Gemeinde.
In der DDR-Zeit wurde Schwerin Sitz eines Weihbischofs für das Bistum Osnabrück, wobei Bernhard Schräder als erster Bischof diente. Die Gründung neuer Pfarreien und der Bau der St. Martin Kirche in Lankow erweiterten die katholische Präsenz in der Region weiter.
St. Anna Schwerin ist nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein Zentrum für Bildung und Kultur. Die Kirche beherbergt eine historische Bibliothek mit etwa 3.000 Bänden aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Diese Sammlung, die auf das von Jesuiten gegründete Vorseminar zurückgeht, bietet einen Einblick in das intellektuelle Erbe der Region.
Regelmäßige Ausstellungen präsentieren die Schätze der Bibliothek und laden Besucher ein, in das reiche Wissensgeflecht einzutauchen, das innerhalb ihrer Mauern bewahrt wird.
Das Erbe von Niels Steensen, einem bahnbrechenden Wissenschaftler und Priester, wird in St. Anna Schwerin geehrt. Gedenktafeln innerhalb und außerhalb der Kirche würdigen seine Beiträge und seine Bemühungen, im späten 17. Jahrhundert ein katholisches Gotteshaus in Schwerin zu etablieren.
Heute bleibt St. Anna Schwerin ein lebendiges Zentrum für die katholische Gemeinschaft, die Pfarreien in Schwerin, Rehna und Gadebusch umfasst. Die Pfarrei, geleitet von Propst Georg Bergner, betreut etwa 5.000 Katholiken in einem weiten Gebiet von etwa 1.400 Quadratkilometern.
Die Kirche blüht weiterhin auf, bietet geistliche Nahrung und Gemeinschaftsengagement durch ihre Gottesdienste, Bildungsprogramme und kulturellen Veranstaltungen. Ihre historische Bedeutung und architektonische Schönheit machen sie zu einem geschätzten Wahrzeichen in Schwerin, das Besucher einlädt, ihr reiches Erbe und ihr lebendiges Gemeindeleben zu erkunden.
Zusammenfassend ist St. Anna Schwerin mehr als nur eine Kirche; sie ist ein Zeugnis des dauerhaften Glaubens und der Widerstandskraft der katholischen Gemeinschaft in Mecklenburg. Ihre Mauern hallen mit Geschichten der Vergangenheit wider, während ihre lebendige Gegenwart und vielversprechende Zukunft sie zu einem unverzichtbaren Ziel für jeden machen, der diese charmante Stadt besucht.
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