Das Smartphone liegt in deiner Hand, deine Leute stehen um dich herum, und über den Giebeln ragt der Turm von St. Katharinen in den Havelhimmel. So fängt eine Schnitzeljagd Brandenburg an der Havel an: ohne Reiseleiterin, ohne Schirmchen, dafür mit euch als Spürnasen. Ihr steht in dem Ort, der einem ganzen Bundesland seinen Namen geliehen hat und den trotzdem die wenigsten auf dem Zettel haben. Die Stadt verteilt sich auf Inseln, Halbinseln und Flussarme, und sie besteht aus drei mittelalterlichen Kernen, die jahrhundertelang getrennte Wege gingen. Genau deshalb versteckt sie ihre Geschichten so gut: Sie liegen nicht an einer Prachtstraße aufgereiht, sondern hinter Backsteinfassaden, an Uferwegen und in Torbögen. Wer die richtige Gasse nimmt, kommt der nächsten Station näher. Wer falsch abbiegt, sieht wenigstens ein Stück Wasser. Ihr lest diese Stadt, statt euch etwas vorlesen zu lassen, und ihr bestimmt selbst, wie schnell ihr dabei vorankommt.
Ihr ladet die App myCityHunt auf euer eigenes Smartphone, löst das Ticket ein und scannt in der Lobby den QR-Code, damit alle in derselben Gruppe landen. Dann sucht sich jeder eine Rolle aus, 54 stehen bereit. Der Detektiv knobelt, der Fotograf jagt das beste Motiv, das Trivia-Ass kassiert die Wissensfragen, der Navigator hält den Kurs. Jede Rolle bringt eigene Bonus-Aufgaben mit, an die sonst niemand herankommt. Das GPS zeigt euch die Richtung zur nächsten Station; welche Gasse ihr zwischen Havelarm und Stadtmauer nehmt, entscheidet ihr. Vor Ort wartet dann eine Aufgabe: eine Wissensfrage mit vier Antwortmöglichkeiten, ein Foto, das erst einmal gestellt sein will, oder etwas, wofür ihr euch bewegen müsst. Wenn es klemmt, gibt es zwei gestaffelte Hinweise, freiwillig, und sie kosten Punkte. Gestartet wird, wann es euch passt, Pause macht ihr, wo es euch gefällt. Alle Fotos landen hinterher in einer privaten Galerie eurer Gruppe. Wer am meisten Punkte hat, steht im Highscore oben. Wem der Tag am Wasser gereicht hat, geht trotzdem zufrieden nach Hause.
Diese Stadt funktioniert in Gegensätzen. Auf der einen Seite Backstein im Kathedralenformat, auf der anderen Wasser, Schilf und Ruderboote. Hier ein Torturm, der mitten in der Fahrbahn stehen geblieben ist, dort ein Klosterhof, in dem seit siebenhundert Jahren die Ruhe wohnt. Eure Schnitzeljagd Brandenburg an der Havel pendelt zwischen diesen Polen hin und her, und darin liegt der eigentliche Reiz.
Ihr steht auf der Dominsel vor einem Bau, dessen Grundstein am 11. Oktober 1165 gelegt wurde. Er gilt als der erste Kirchenbau der Mark, der vollständig aus unverblendetem Backstein hochgezogen wurde. Was euch dabei überrascht: Diese Insel gehörte lange gar nicht zur Stadt. Bis 1929 war der Dombezirk mit eigener Verwaltung eine selbstständige Gemeinde, mitten im Stadtgebiet.
Vor der Katharinenkirche legt ihr unwillkürlich den Kopf in den Nacken: 72,5 Meter Turm, darunter eine Fassade, an der der Stettiner Baumeister Hinrich Brunsberg ab 1381 vorgeführt hat, was sich aus Formziegeln und Terrakotta herausholen lässt. Geweiht wurde die Kirche 1401. Fast zwei Jahrhunderte später, am 30. März 1582 gegen drei Uhr nachts, stürzte der Turm teilweise ein. Drei Kunstpfeifergesellen waren zu dieser Stunde oben und kamen mit leichten Verletzungen davon.
Dazwischen liegen St. Gotthardt mit seinem romanischen Granitturm, das Dominikanerkloster, das 1286 gegründet und in den folgenden hundert Jahren stetig erweitert wurde und heute das Archäologische Landesmuseum beherbergt, und die katholische Pfarrkirche Heilige Dreifaltigkeit, 1849 bis 1851 im Rundbogenstil errichtet. Diese Orte werdet ihr sehen. Das Dazwischen gehört euch.
Im Domstiftsarchiv auf der Dominsel liegt die Urkunde vom 26. Januar 1244, in der Berlin zum ersten Mal schriftlich auftaucht: als Herkunftsangabe eines Zeugen namens Symeon, Propst von Berlin. Die Hauptstadt muss also havelaufwärts fahren, wenn sie ihre eigene Erstnennung sehen will. Im Domstiftsmuseum hängt außerdem das um 1290 gestickte Brandenburger Hungertuch.
Im Jahr 929 nahm König Heinrich I. die Brennaburg ein, die Inselburg der slawischen Heveller. Aus dem Namen dieser Burg wurde eine Mark, aus der Mark eine preußische Provinz, daraus ein Bundesland. Ihr lauft also durch den Ort, dessen Name sich über tausend Jahre hinweg auf eine ganze Landkarte ausgedehnt hat.
Kurios wird es im Mittelalter. Altstadt und Neustadt waren zwei getrennte Städte mit eigenem Rat, eigenem Markt, eigener Befestigung und eigener Pfarrkirche, obwohl nur der Fluss dazwischenlag. Erst 1715 ordnete der preußische König Friedrich Wilhelm I. eine gemeinsame Stadtverwaltung an. Zwei Rathäuser stehen bis heute. Vor dem altstädtischen wacht der Roland, 5,33 Meter hoch, entstanden im Jahr 1474 und ursprünglich auf dem neustädtischen Markt zu Hause. 1941 baute man ihn zum Schutz ab und lagerte ihn ein; 1946 kam er zurück, diesmal neben das Portal des altstädtischen Rathauses, weil das neustädtische zerstört war.
Und dann ist da der berühmteste Sohn der Stadt. Vicco von Bülow, den alle als Loriot kennen, kam am 12. November 1923 hier zur Welt und wurde am 30. Dezember desselben Jahres in St. Gotthardt getauft. 1993 ernannte ihn seine Geburtsstadt zum Ehrenbürger. Seit 2015 sitzen, schnüffeln und dösen lebensgroße bronzene Waldmöpse im Stadtgebiet, jene Erfindung aus seinem Sketch von 1972, gegossen und ausgesetzt. Wusstest du zum Beispiel, dass inzwischen mehr als zwei Dutzend von ihnen unterwegs sind? Klassische Stadtführungen Brandenburg an der Havel tragen euch solche Geschichten vor. Auf eurer Schnitzeljagd Brandenburg an der Havel sucht ihr sie euch selbst zusammen, und deshalb bleiben sie hängen.
Beim Junggesellenabschied nimmt euch die App die Organisation ab: Niemand muss vorher ein Programm basteln, die Rollen verteilen die Aufgaben von allein, und wer schon am Vormittag müde ist, hängt sich an die Gruppe. Danach liegt das Havelufer für den gemütlichen Teil bereit. Als Geburtstagsgeschenk für Erwachsene funktioniert die Tour, weil sie sich nicht einpacken lässt und trotzdem einen ganzen Nachmittag füllt; der Starttermin steht euch frei, ihr müsst euch also nicht auf eine Uhrzeit festnageln lassen. Fürs Teambuilding ist Brandenburg an der Havel dankbar gelegen: Der Hauptbahnhof hängt am Regionalexpress zwischen Berlin, Potsdam und Magdeburg, und die drei Stadtkerne sorgen dafür, dass eine Gruppe nicht dieselbe Ecke zweimal sieht. Familien profitieren vom flachen Gelände am Wasser und davon, dass Kinder unterwegs ohnehin nach den Bronzemöpsen Ausschau halten. Und für die Städtereise ist dieses Stadtspiel Brandenburg an der Havel der schnellste Weg, in wenigen Stunden zu begreifen, wie die Teile zusammengehören: eine Stadtrallye Brandenburg an der Havel, bei der ihr am Ende mehr wisst als nach dem halben Reiseführer.
Gleich neben dem Altstädtischen Rathaus, Altstädtischer Markt 9, kocht das Inspektorenhaus deutsche saisonale Küche mit internationalen Einflüssen. Es gibt keine Karte à la carte, sondern wechselnde Menüs in einer Fisch- und einer Fleischvariante samt vegetarischer Alternative; Eingelegtes und Eis entstehen im Haus. Der Name erinnert an den Inspektor, der von hier aus das Markttreiben im Blick hatte. Reserviert besser vorher.
Am Ende steht ihr wieder zwischen Backsteingiebel und Havelarm, das Smartphone diesmal voller Gruppenfotos, und die Stadt hat aufgehört, ihre Geschichten zu verstecken. Ihr wisst, warum der Turm von St. Katharinen aussieht, wie er aussieht, und warum die Dominsel so lange ihr eigenes Ding machte. Ihr habt Gassen genommen, die im Reiseführer nicht vorkommen, und mindestens einmal falsch abgebogen, ohne dass es etwas ausgemacht hätte. Genau das macht eine digitale Schnitzeljagd Brandenburg an der Havel aus: Ihr lauft, schaut genauer hin, diskutiert, entscheidet euch und lauft weiter. Ladet die App, verteilt am Molkenmarkt die Rollen und lest diese Stadt Gasse für Gasse. Der Dom steht seit 1165 da und hat Zeit.
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Aus unserer langjährigen Erfahrung kennen wir die besonderen Anforderungen, die sich bei der Planung eines Teamevents in Brandenburg an der Havel ergeben. Mit dem myCityHunt Teamevent in Brandenburg an der Havel haben wir daher ein Paket speziell für Firmenkunden entwickelt. Dieses erweitert unsere bewährten Touren um eine Reihe von Vorteilen, die unsere Schnitzeljagden zum perfekten Teambuilding Event in Brandenburg an der Havel machen.
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Ja. Die Schnitzeljagd von myCityHunt startet am Molkenmarkt und führt als Rundweg über rund 1,3 Kilometer durch Altstadt, Neustadt und Dominsel, vorbei am Altstädtischen Rathaus mit dem Roland und zum Dom St. Peter und Paul. Gespielt wird mit der myCityHunt App auf dem eigenen Smartphone, ohne festen Termin und ohne Anmeldung.
Die Aufgaben verbinden Suchen, Beobachten und Fotografieren – Kinder sind so aktiv beteiligt statt nur zuzuhören. Türme, Wasser und eine Insel liegen dicht beieinander – auf 1,3 Kilometern ist alles bequem zu Fuß zu schaffen.
Kostenlose Varianten kursieren als PDF zum Selbstausdrucken. Dafür müsst ihr Route, Rätsel und Lösungen selbst vorbereiten. Die Tour von myCityHunt ist kostenpflichtig, dafür ist alles fertig: GPS-Navigation, eigene Rollen für jedes Teammitglied, Aufgaben mit Punktewertung und eine private Fotogalerie nach dem Spiel.
Etwa zwei Stunden, die Strecke misst rund 1,3 Kilometer. Pausen sind jederzeit möglich und verlängern die Zeit entsprechend. Ihr könnt die Tour unterbrechen und später fortsetzen.
Die Tour kostet ab 16.99 pro Person. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl, es gibt also keinen Pauschalpreis für die Gruppe. Gutscheine sind ab Kaufdatum drei Jahre gültig und lassen sich für eine frei wählbare Stadt und Tour einlösen.
Ja. Größere Gruppen teilen sich in mehrere Teams auf und treten gegeneinander an – die Ergebnisse lassen sich direkt nach dem Spiel vergleichen. Abgerechnet wird personengenau nach Teilnehmerzahl. Für Firmenkunden gibt es eigene Konditionen.
Schnitzeljagd und Stadtrallye bezeichnen meist dasselbe Format: eine Rätseltour durch die Stadt. Beim Geocaching sucht ihr dagegen versteckte Behälter nach Koordinaten. Bei der Schnitzeljagd bleibt die sichtbare Stadt das Spielfeld – Gebäude, Plätze und Inschriften liefern die Hinweise.