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Markt 11
Greifswald

Markt 11 Greifswald

Markt 11

Markt 11 in Greifswald ist ein beeindruckendes Zeugnis der architektonischen Meisterleistung der Spätmittelalterzeit und thront stolz im Zentrum dieser charmanten Hansestadt. Dieses herausragende Beispiel der Backsteingotik beherbergt heute das Caféhaus Marimar und lädt Besucher ein, in die reiche Geschichte und kulturelle Vielfalt Norddeutschlands einzutauchen.

Die Geschichte von Markt 11

Die Ursprünge von Markt 11 reichen bis ins späte 13. Jahrhundert zurück, als das Gelände erstmals bebaut wurde. Das heutige Gebäude entstand jedoch im frühen 15. Jahrhundert, wobei der ikonische Ziergiebel kurz nach 1400 hinzugefügt wurde. Dieses architektonische Juwel wird dem Einfluss von Hinrich Brunsberg zugeschrieben, einem Meister der Backsteingotik, die in Nordostdeutschland während dieser Zeit florierte.

Im Laufe seiner bewegten Vergangenheit war Markt 11 Wohnsitz einiger der bekanntesten Familien Greifswalds, darunter die Rubenows im 14. und 15. Jahrhundert, die mehrere Bürgermeister der Stadt stellten. Im Laufe der Jahrhunderte wechselte das Gebäude den Besitzer, ging durch die Hände der Familien Wolffradt und Corswant, bevor es 1762 vom Weinhändler Diek erworben wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts erfuhr das Haus unter der Leitung von Carl Engel, einem Senator und Kaufmann, eine bedeutende Umgestaltung. Engel beauftragte eine Renovierung des Erdgeschosses, die einen neugotischen Stil einführte, der im Kontrast zu den ursprünglichen oberen Etagen stand. Diese Veränderung markierte ein neues Kapitel im Leben des Gebäudes, indem sie historische Authentizität mit den Designvorlieben des 19. Jahrhunderts verband.

Erkundung von Markt 11

Heute ist Markt 11 ein lebendiges Café, das sowohl Einheimische als auch Touristen einlädt, seine historische Atmosphäre und köstlichen Angebote zu genießen. Schon beim Nähern an das Gebäude fällt die kunstvolle Fassade ins Auge. Der markante Stufengiebel, verziert mit vertikalen Maßwerkbändern und gekrönt von Zinnen und Fialen, ist ein Meisterwerk mittelalterlicher Handwerkskunst.

Die visuelle Wirkung der Fassade wird durch das Zusammenspiel von glasierten grünen und unglasierten Ziegeln verstärkt, die ein dynamisches Muster schaffen, das den Blick fesselt. Die doppelten Öffnungen und dekorativen Bögen, geschmückt mit krabbenbesetzten Spitzen, tragen zum ornamentalen Charme des Gebäudes bei. Im Inneren bietet das Café eine gemütliche Umgebung, in der Besucher lokale Köstlichkeiten genießen können, während sie die historische Atmosphäre aufsaugen.

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Die architektonische Bedeutung

Markt 11 ist nicht nur ein schönes Gebäude, sondern auch ein bedeutendes Stück Architekturgeschichte. Die Verwendung von kunstvollem Ziegelwerk und detaillierten Steinmetzarbeiten exemplifiziert den Backsteingotik-Stil, der in der Region während des späten Mittelalters vorherrschend war. Dieser Stil zeichnet sich durch die Verwendung von Ziegeln als Hauptbaumaterial aus, das aufwendige dekorative Elemente ermöglichte, die sowohl funktional als auch ästhetisch ansprechend waren.

Das Innere des Gebäudes hat verschiedene Renovierungen durchlaufen, behält jedoch Elemente seiner historischen Vergangenheit bei. Die monumentale Treppe mit ihren vollständig getäfelten Wänden und der Nachahmung spätgotischer Klappwerke spiegelt die stilistischen Vorlieben der 1930er Jahre wider. Eingearbeitete Reliefs, die Szenen aus dem Alltagsleben und der Region zeigen, verleihen der architektonischen Erfahrung eine erzählerische Ebene.

Der Wappenfries

Eines der faszinierenden Merkmale von Markt 11 ist der Wappenfries, ein heraldischer Fries aus dem 19. Jahrhundert. Diese Sammlung von 24 Wappen lokaler Adelsfamilien und drei Stadtwappen bietet einen faszinierenden Einblick in die aristokratische Geschichte der Region. Ursprünglich im Kreistagssaal untergebracht, wurde der Fries in den 1990er Jahren nach Markt 11 verlegt, wo er nun als Leihgabe des Pommerschen Landesmuseums ausgestellt ist.

Ein unvergesslicher Besuch

Ein Besuch in Markt 11 ist mehr als nur ein Abstecher in ein Café; es ist eine Reise durch die Zeit. Während ihr euren Kaffee genießt, stellt euch vor, welche Geschichten diese Wände erzählen könnten – von den geschäftigen Märkten des mittelalterlichen Greifswald bis zu den politischen Debatten des 20. Jahrhunderts. Dieses Gebäude, mit seiner reichen Geschichte und atemberaubenden Architektur, ist ein Muss für alle, die die kulturellen Schätze Mecklenburg-Vorpommerns erkunden möchten.

Zusammenfassend ist Markt 11 ein Juwel in der historischen Landschaft Greifswalds. Seine architektonische Schönheit und historische Bedeutung machen es zu einem unverzichtbaren Stopp für diejenigen, die die Vergangenheit der Region verstehen und ihr kulturelles Erbe schätzen möchten. Ob ihr Architekturenthusiasten oder gelegentliche Besucher seid, Markt 11 verspricht ein Erlebnis, das sowohl bereichernd als auch erfreulich ist.

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